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Aus der Nassauischen Neuen Presse: Ruandahilfe – aktueller denn je

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Staatssekretär Kern: Beispiel für zielgerichtete Entwicklungspolitik Die Ruandahilfe Holzheim ist nicht bloß eine Erfolgsgeschichte, sie weist auch Bezüge zur aktuellen Flüchtlingsproblematik auf. von Burkhard Westerweg 

Die Einführung fällt ausführlich aus. Unter den 52 Projekten, die seit 1988 von der Ruandahilfe in der Sektion Rambura realisiert wurden, hebt Helmut Weimar an diesem Abend einige heraus: Soziale Projekte sind darunter, Maßnahmen im Bereich von Bildung und Erziehung (Renovierungsvorhaben eingeschlossen), öffentliche Gesundheitspflege und Daseinsvorsorge, auch Sportförderung vornehmlich im Frauen­ und Mädchenfußball. Hilfen, so fasst es der Vorsitzende einer nach ihm benannten Stiftung zusammen, die 28 000 Menschen ein lebenswerteres Leben ermöglichen und eine Zukunftsperspektive geben sollen. 

Für Innenstaatssekretär Günter Kern (SPD) sind die Anstrengungen der vergangenen 27 Jahre dagegen ein Beispiel für „zielgerichtete und zuverlässige Entwicklungspolitik“, für angenommene Verantwortung, dafür, Erfolg und Wissen weitergegeben zu haben. „Es lohnt sich, das Land weiter aufzubauen, damit die Menschen dort leben können und eine Heimat haben“, betont der frühere Landrat des Rhein­Lahn­Kreises. Völkerwanderung Der Abend, den die Bundestagsabgeordnete Gabi Weber (SPD) der Entwicklungshilfe gewidmet hat und zu dem neben Dr. Richard Auernheimer, dem ehemaligen Staatssekretär und Präsidenten des Partnerschaftsvereins Rheinland­Pfalz/Ruanda, auch Landrat Frank Puchtler und der Landtagsabgeordnete Jörg Denninghoff (beide SPD) erschienen sind, passt in die „aktuelle Zeit, in der Flüchtlingsströme zu Völkerwanderungen“ geworden sind (Kern). Folglich stehe Deutschland, stehe Europa vor großen Herausforderungen: Menschen, die sich „auf den Weg von der unsicheren Vergangenheit in eine sichere Zukunft“ gemacht haben, unterzubringen und „etwas zu tun, um die Ströme einzudämmen.“ Was Kern anregt, ist für die stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit in dem dicht bevölkerten ostafrikanischen Staat auch zu sehen. Beginnend bei politisch Verantwortlichen, die sich für Land und Menschen einsetzen, formieren sich nach den Völkermorden in den 90er Jahren neue Dorfgemeinschaften. Traumazentren mit Querverbindungen zu europäischen Opferverbänden geben Hilfe bei psychosomatischen Problemen, eine intensivierte Jugendarbeit ebnet den Umgang mit der Sexualität, hilft bei Aidsprophylaxe und Geburtenkontrolle. Vor fünf Jahren lernte die Bundestagsabgeordnete Ruanda kennen – damals noch über persönliche Kontakte. Aus der Rundreise mit örtlichen Verkehrsmitteln wurden bis heute mehrfache Verbindungen, in denen Gabi Weber von Herzensfreude getragene Gastfreundschaft ebenso kennenlernte wie die Arbeitsund Lebensbedingungen der Menschen. Weitere Projekte In einem Reisebericht stellte die Abgeordnete, die sich in einer Parlamentariergruppe für Ostafrika engagiert, die Eindrücke in einem Land dar, dem aufgrund seiner natürlichen Ausstattung durchaus Perspektiven im Tourismus nachgesagt werden. Lichtbilder ließen den Blick auf Schulen und Krankenhäuser fallen, sogar auf ein Lager mit ehemaligen Kämpfern aus dem Kongo. Sie sind auf dem langen Weg zurück in die Gesellschaft, zu einer Ausbildung und einem Leben in Normalität. „Begleitung über einen längeren Zeitraum“, wie es Gabi Weber nennt, lässt sich leicht auf die aktuelle Entwicklung übertragen. Dass „jeder etwas tun kann“, damit die Bevölkerung eine Chance für die Zukunft sieht, hebt Jörg Denninghoff am Beispiel der Ruandahilfe in Holzheim hervor. Noch in diesem Jahr sollen die Primarschule Birembo renoviert und ein 18 Jahre alter Krankenwagen erneuert werden. Die nächsten Benefizveranstaltungen sind bereits geplant: Am 30. September berichtet Prof. Dr. König von der Uni Koblenz den Landfrauen über eine Baumschule in Rambura, und am 27. November gastieren in der HerzJesu­Kirche in Diez fünf Chöre und vier Musikgruppen zum Konzert. 

 

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